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Verkaufsfläche, Kaufkraft, Umsatz und Handelszentralität (2005)
Verkaufsfläche, Kaufkraft, Umsatz und Handelszentralität (2005)
Mönchengladbach verfügt über eine Gesamtverkaufsfläche im Ladeneinzelhandel von rund 510.000 m². Dies entspricht einer Verkaufsfläche pro Einwohner von rund 2,0 m². Im Vergleich zur durchschnittlichen Verkaufsflächenausstattung im gesamten Bundesgebiet von ca. 1,4 m² Verkaufsfläche pro Einwohner ein guter, überdurchschnittlicher Wert.
Die Differenzierung der Gesamtverkaufsfläche nach Sortimenten ist der unten stehenden Tabelle zu entnehmen. Mit knapp 100.000 m² liegt ein deutlicher Verkaufsflächenschwerpunkt in der Warengruppe Nahrungs- und Genussmittel, die im Hinblick auf die Grundversorgung der Bevölkerung ein tragendes Element in der Einzelhandelsstruktur darstellt. Daneben ist mit rund 88.0000 m² ein weiterer Schwerpunkt in der Branche Bau- und Gartenmarksortimente zu festzustellen. Über 70.000 m² Verkaufsfläche bestehen jeweils in den Branchen Möbel/Einrichtung sowie Bekleidung/Textilen. Dabei ergibt sich der hohe Anteil der Verkaufsflächen im Bereich der Warengruppe Bau- und Gartenmarktsortimente sowie Möbel in erster Linie aus der generellen Großflächigkeit der entsprechenden Betriebe.
Sortimentspezifische Verkaufsflächenausstattung, Umsatz in Mio. €, einzelhandelsrelevante Kaufkraft in Mio. €, Zentralität (2005)
| Sortiment |
VKF in qm |
Umsatz in Mio. € |
KK in Mio. € |
Zentralität |
 |
| Nahrungs-/Genussmittel |
99.370 |
409,8 |
403,0 |
102 % |
 |
| Drogerie/Parfümerie |
17.910 |
68,2 |
60,8 |
112 % |
 |
PBS Papier Büro Schreibwaren/ Zeitungen, Zeitschriften |
5.490 |
19,1 |
22,8 |
84 % |
 |
| Blumen/Zoo |
14.930 |
18,9 |
19,6 |
97 % |
 |
| Kurzfristiger Bedarf |
137.700 |
516,0 |
506,2 |
102 % |
 |
| Bekleidung |
71.030 |
306,4 |
143,8 |
213 % |
 |
| Schuhe/Leder |
12.680 |
41,3 |
28,8 |
144 % |
 |
| Sport/Freizeit |
16.180 |
43,2 |
22,7 |
190 % |
 |
| Spielwaren |
8.520 |
21,7 |
22,4 |
97 % |
 |
| Bücher |
4.630 |
16,4 |
27,3 |
60 % |
 |
| GPK Glas Porzellan Keramik, Geschenke |
9.270 |
17,2 |
7,2 |
239 % |
 |
| Haushaltswaren, Bestecke |
10.190 |
14,9 |
7,8 |
190 % |
 |
| Haus- und Heimtextilien |
13.460 |
26,2 |
20,7 |
127 % |
 |
| Mittelfristiger Bedarf |
145.960 |
487,5 |
280,7 |
174 % |
 |
| Uhren/Schmuck |
2.810 |
18,1 |
13,3 |
136 % |
 |
| Foto/Optik |
5.830 |
29,4 |
24,0 |
123 % |
 |
| Medien |
16.570 |
167,4 |
83,8 |
200 % |
 |
| Elektro/Leuchten |
15.180 |
54,6 |
40,8 |
134 % |
 |
| Teppiche, Bodenbeläge |
9.160 |
11,9 |
9,4 |
126 % |
 |
| Baumarkt-/Gartencenter¬-spezifische Sortimente |
87.630 |
97,1 |
102,9 |
94 % |
 |
| Möbel, Antiquitäten |
73.610 |
115,1 |
78,0 |
147 % |
 |
| Sonstiges |
16.000 |
86,0 |
67,0 |
128 % |
 |
| Langfristiger Bedarf |
226.790 |
579,5 |
419,2 |
138 % |
 |
| Insgesamt |
510.450 |
1.583,0 |
1.206,1 |
131 % |
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Quelle: Stadt Mönchengladbach nach Dr. Acocella und Junker & Kruse
Mit rund 65.000 m² befinden sich gut 13 % der Gesamtverkaufsfläche in der Mönchengladbacher Stadtmitte, in der City von Rheydt sind es ca. 43.000 m², was einem Anteil von 8 % an der Gesamtverkaufsfläche entspricht. Die verbleibenden 402.000 m² Verkaufsfläche (= 79 %) verteilen sich auf das übrige Stadtgebiet (davon rund 9 % in Bezirks- oder Stadtteilzentren, 45 % in sonstigen integrierten Lagen und 26 % an nicht-integrierten Standorten).
Bei einer Betrachtung der Sortimentsgruppen bezogen auf die zur Verfügung stehende Verkaufsfläche in den beiden Innenstädten zeigt sich, dass die Gruppe Bekleidung/Textilien/Schuhe/Lederwaren in beiden Zentren den größten Flächenanteil aufweist: In Mönchengladbach-Stadtmitte sind es 59 % der vorgehaltenen Verkaufsfläche, in Rheydt-Mitte rund die Hälfte der Gesamtverkaufsfläche. Im übrigen Stadtgebiet nimmt diese Warengruppe mit lediglich 16 % der vorhandenen Verkaufsfläche einen vergleichsweise geringen Anteil ein.
Im Jahre 2005 wurde in Mönchengladbach einen Gesamteinzelhandelsumsatz von rund 1.583 Mio. € verbucht. Davon entfielen mit rund 280 Mio. € etwa 18 % auf die Mönchengladbacher und rund 11 % (159 Mio. €) auf die Rheydter Innenstadt. Damit wurden in den beiden Innenstadtbereichen rund 29 % des gesamtstädtischen Einzelhandelsumsatzes getätigt.
Betrachtet man den Umsatz in den beiden Innenstadtbereichen detaillierter, wird auch hierbei deutlich, dass sowohl in der Mönchengladbacher wie auch in der Rheydter Innenstadt der Bereich Bekleidung/Textilien/Schuhe/Lederwaren von besonderer Bedeutung war und ist. Beide Innenstädte beanspruchen zusammen rund 67 % des in der Gesamtstadt getätigten Umsatzes dieser Sortimente: In Mönchengladbach-Stadtmitte mit 108 Mio. € rund 46 % und in Rheydt-Mitte mit 48 Mio. € rund 21 %.
Das im Stadtgebiet vorhandene Nachfragevolumen betrug im Jahr 2005 rund 1.206 Mio. €. In Verbindung mit dem im selben Jahr erwirtschafteten Einzelhandelsumsatz von 1.583 Mio. €, errechnet sich ein Kaufkraftzuschuss in einer Größenordnung von etwa 380 Mio. €. Mit anderen Worten, im Jahr 2005 flossen 380 Mio. € mehr in die Kassen des lokalen Einzelhandels als an Kaufkraft in Mönchengladbach vorhanden war.
Dies entspricht einer Einzelhandelszentralität der Stadt Mönchengladbach für das Jahr 2005 von 131. Unter Berücksichtung der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft- und Umsatzindizes von 104,2 bzw. 125,5 für das Jahr 2005 beträgt die Einzelhandelszentralität 1,20.
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